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Herzlich Willkommen beim Turnverein Sinzig 08

Trainingszeiten: Können unter den Abteilungen eingesehen werden.

INFOS ZUR LSW-DM: ZEITPLAN & TEILNEHMERLISTE

 

Hochwasserkatastrophe in Sinzig und im Ahrtal

Weitere Informationen finden Sie HIER.

Am Mittwoch den 28. September fallen die Gymnastikstunden im DRK Heim wegen einer internen Veranstaltung aus!

Am Donnerstag den 29. September fällt die Yogastunde mit Eva Riffel aus!

Die neusten Berichte

Sonderehrung für unser Vorstandsmitglied Michaela Jüris

Innenminister Roger Lewentz nahm die Sonderehrung für den Wiederaufbau im Sport vor

Für besondere Verdienste um den Wiederaufbau im Bereich des Sports nach der Naturkatastrophe 2021 in Rheinland-Pfalz wurde unsere Beisitzerin Michaela Jüris im Mainzer Landtag ausgezeichnet. Sie organisierte im Turnverein Sinzig das Sportzelt und koordinierte dabei den Aufbau und die Ausstattung.
Ebenso ist sie bei der Spendenverteilung und bei sämtlichen Aufräumarbeiten aktiv. Einen herzlichen Glückwunsch senden wir auch an die ebenfalls ausgezeichneten Klaus Unkelbach vom SC Bad Bodendorf und Gerd Treffer vom ABC Ahrweiler.

Majtie Kolberg Neunte bei den Europameisterschaften in München

Nur um 5/100 Sekunden verfehlte Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler) das Finale der acht schnellsten Läuferinnen Europas bei den European Games in München. Natürlich war die 22jährige Studentin darüber zunächst etwas traurig. Da sie aber im Vorfeld in der Meldeliste auf Rang 20 lag, überwog später doch deutlich die Freude über einen phänomenalen neunten Platz über 800 m bei den Europameisterschaften.

Doch zunächst musste bei der EM in München der Vorlauf überstanden werden. Sie wurde in einen Vorlauf gesetzt, der nach der Papierform sicher als der Schwerste anzusehen war. Auch die Tatsache, dass sie im ersten von vier Läufen starten musste, vereinfachte ihre Situation nicht, denn die Läuferinnen in den nachfolgenden Läufen hatten dann eine Orientierung. Nur die drei besten eines Laufes qualifizierten sich sicher für das Halbfinale. Hinzu kamen weitere vier Läuferinnen mit den danach vier schnellsten Zeiten..

Majtie lief sehr mutig stets an zweiter Stelle. Aud den Zielgeraden wurde es dann auf den letzten 60 m sehr schwer. Die hochkarätige Konkurrenz zog vorbei. Platz 7 in 2:02 51 min. Dann begann das bange Warten! Aber die drei nachfolgenden Rennen waren alle langsamer.  Mit der zehntschnellsten Zeit qualifizierte sich Kolberg für das Halbfinale.  In zwei Halbfinal-Läufen wurden dann einen Tag später die acht Teilnehmerinnen für das Finale ermittelt.

Hier war Kolberg wieder in den ersten von zwei Läufen gesetzt worden. Auch diesmal qualifizierten sich die ersten drei Läuferinnen sowie zwei Zeitschnellste für das Finale. Angesichts des Weltklassefeldes startete Majtie diesmal etwas defensiver und bog als Siebte auf die Zielgeraden ein. Sie kämpfe sich dann noch bis auf Platz vier nach vorne. Mit 2:01,20 m stellte sie in diesem wichtigen Rennen eine neue Saison-Bestmarke auf.

Hinter der späteren Europameisterin und WM-Zweiten Keely Hodgkinson (GB, 2:00,67 min) wurde die Polin Anna Wielgosz (2:01,05) Zweite. Rang drei belegte die Irin Louisa Shanahan, die mit 2:01,15 min nur einen Wimpernschlag vor Majtie das Ziel erreichte. Wielgosz und Shanahan  waren damit über ihre Platzierung sicher für das Finale qualifiziert. Majtie musste auf dem „Hot Seat“ auf die Zeitschnellstenregelung warten.

Es wurde spannend, bis die Ergebnisse des zweiten Halbfinales vorlagen. Bereits nach 400 m war klar, dass das zweite Halbfinale wohl schneller werden würde. Christina Hering führte das Feld mit einer eine Sekunde schnelleren Zwischenzeit in die zweite Runde.

Lamote (Frankreich), Reekie und Bell (beide GB) erreichten die ersten drei Plätze und waren damit für das Finale „gesetzt“. Vierte wurde die vielfache Deutsche Meisterin Christina Hering (2:00,86 min), Fünfte die Schweizerin Lore Hoffmann, die 2:01,12 min rannte.

Damit war klar, dass Majtie insgesamt Neunte war!

Majtie Kolberg kann trotzdem auf eine außergewöhnlich erfolgreiche Saison zurück blicken. Hinter Christina Hering wurde sie zwei Mal Deutsche Vizemeisterin über 800 m (Halle und Freiluft). Bei den Weltmeisterschaften in Eugene (USA) qualifizierte sie sich in einem der sechs Vorläufe für einen der drei Halbfinalläufe und belegte dort insgesamt Platz 20.

Die Studentin aus der Grafschaft hat 2022 den Anschluss an die europäische Spitze im Erwachsenen-Bereich gefunden.

Dreizehnmal erklang die deutsche Nationalhymne für drei Sinziger Sportler

Tokessa Zinn
v. R. Wolfgang Kownatka und Wolfgang Geyer

Bei den vom 5. bis 7. August 2022 im brandenburgischen Jüterbog durchgeführten Europa-Meisterschaften im LSW-Spezialsport, vertrat das Sinziger Leistungssport-Trio Tokessa Zinn, Wolfgang Geyer und Wolfgang Kownatka den Kreis Ahrweiler erfolgreich wie nie zuvor.

Sechs Nationen waren mit 88 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in 14 Wurfwettbewerben angetreten. Von den insgesamt 42 Medaillenrängen errangen die Athleten von der Ahr, die in 7 bzw. 8 Disziplinen angetreten waren, 21 Medaillen, darunter 13 mal Gold, 4 mal Silber und 4 mal Bronze, dazu 2 vierte Plätze.

Damit setzte das Trio seine Erfolgsserien von 2014, 2015 und 2019 bei Europa und Weltmeisterschaften im LSW-Spezialsport fort, und das trotz Pandemie und Trainingseinschränkungen durch die Flutkatastrophe. Eine bemerkenswerte Leistung.

Die 22 jährige „Gold Fee“ Tokessa Zinn zeigte dabei trotz fehlender Konkurrenz in ihrer Altersklasse W 22 erstaunlich gute Leistungen, die sie allerdings bereits in den letzten Trainingswochen bestätigt hatte. Dafür erhielt sie als achtfache Europameisterin acht Goldmedaillen in den Disziplinen Kugelwurf-3-Kampf (Speerorama), Kugelstoß-5-Kampf (Shotorama), Kugel-Schockwerfen (Schockorama), sowie im Keulenweitwurf, Einarmiger Gewichtwurf und Schleuderballwurf, dazu im Athletik-2-Kampf und Athletik-3-Kampf.

Wolfgang Geyer (M 80) wurde fünffacher Europameister unter insgesamt 7 gemeldeten Teilnehmern mit insgesamt 8 Medaillen – 5 mal Gold, 2 mal Silber und 1 mal Bronze. Dabei erzielte er im Kugelwurf-3-Kampf mit 58,63 einen neuen deutschen Rekord.

Sein 84 jähriger Trainings- und Wettkampf-Partner Wolfgang Kownatka, der ab dem nächsten Jahr in der Altersklasse M 85 startet, konnte das gute Gesamtergebnis der Sinziger Leistungssportler als neuer Vizeeuropameister mit zwei Silbermedaillen im Keulenweit- und Igmander-Hammerwurf, sowie drei Bronzemedaillen im Speerorama, Shotorama und Athletik-3-Kampf abrunden. Im Schockorama und Athletikzweikampf erreichte er jeweils den 4. Platz.

Unisono erklärten die drei Ahrkreisathleten; „Mit diesen Ergebnissen und Erfolgen hatten wir nicht gerechnet. Sie haben aber bestätigt, dass sich unsere intensive wöchentliche Trainingsarbeit – verteilt über jeweils drei Tage – ausgezahlt hat, Spaß und Freude dabei nicht mitgerechnet“.